Fachwerkhaus mit der Aufschrift 'Bäckerei' an der Fassade und mehreren Fenstern.

Wir über uns

Im Jahr 1807 gründete Konditormeister Konrad Christiani (1769 – 1869) die Bäckerei Christiani. Im Haus an der Kayserstraße in Lippetal-Oestinghausen, das noch heute im Familienbesitz ist, schuf er die Tradition, an die mit Vera Christiani in siebter Generation nun ebenfalls eine Konditormeisterin anknüpft. „Aus Leidenschaft und Tradition nur das Beste“ – so lautet deshalb der Unternehmensslogan.
Nur wenige Jahre, nachdem Konrad Christiani die Bäckerei eröffnet hatte, musste er einen schweren Schicksalsschlag verkraften: 1815 brannte das Haus nieder. Der Firmengründer schaffte es aber, sein Lebenswerk zu retten und es an seinen Sohn Josef Christiani (1808 – 1872) weiterzugeben.

Rezeptbücher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts

Offenes Buch mit handgeschriebenen Kalligrafie-Übungen und dekorativen Mustern auf gelbem Hintergrund.
Bäckerin steht hinter der Theke einer Bäckerei mit verschiedenen Backwaren und Süßigkeiten.

Aus dieser Zeit sind noch Rezeptbücher erhalten. Mit akkurater Schrift haben die Ahnen die Zutaten für Windbeutel aufgelistet, die Zubereitung der charakteristischen Schwanenhälse notiert. Die Vielfalt der Tortenrezepte beeindruckt noch heute.

Aufzeichnungen über Randgarnierungen aus 1888 Von Vater zum Sohn gingen die Rezepte über, kontinuierlich vergrößerte sich der Betrieb. Auf Josef Christiani folgte Anton Christiani (1845 – 1916), auf Anton Christiani folgte Franz Christiani (1876 – 1944), auf Franz Christiani wieder Josef Christiani (1916 – 1978), der Vater des aktuellen Inhabers, Bäckermeister Josef Christiani (*1951), der den Betrieb mit seiner Ehefrau Ulla und Tochter Vera Christiani leitet.

Ein Bäcker steht in einer Bäckerei neben zwei großen Backöfen und einem Tisch mit Brotlaiben.
Schwarzweißfoto eines historischen Familienporträts mit drei Personen in alter Kleidung.

Die siebte Generation in den Startlöchern

Schwarz-Weiß-Porträt eines Mannes mit dunklen Haaren und Anzug, der in die Kamera schaut.
Zwei Personen in einer Bäckerei halten einen Meisterbrief in einem Rahmen.
Drei Personen in einem Bäckerei-Umfeld, lächelnd vor einem Schriftzug mit dem Namen Christiani.

Vera Christiani bestand 2005 die Meisterprüfung Als Josef Christiani Senior 1978 plötzlich und unerwartet starb, musste Josef Christiani mit Mitte Zwanzig von jetzt auf gleich in dessen Fußstapfen treten. Die Meisterprüfung hatte er damals schon bestanden. Mit Unterstützung der älteren Schwester Hildegard Asseburg und seines Schwagers, Bäcker Werner Asseburg, baute Josef Christiani auf das auf, was seine Vorfahren geschaffen hatten.
Vera Christiani stieg 2005 als Konditormeisterin in das Unternehmen ein. Mit ihr steht die siebte Generation schon in den Startlöchern.

Das Unternehmen kontinuerlich weiterentwickelt

Die Bäckerei Christiani investierte kontinuierlich, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. 1994 eröffnete die Filiale im Aldi-Markt Am Bahnhof 5. In das ganz große Filialgeschäft ist die Familie indes bewusst nicht eingestiegen. Schließlich wird in der Backstube noch immer weitgehend Handarbeit geleistet. Bei einem größeren Filialnetz, ist Josef Christiani überzeugt, bliebe die Qualität auf der Strecke.

Seit 2010 auf dem Soester Wochenmarkt

Die Soester Kundschaft wird seit 2010 auf dem Soester Wochenmarkt bedient (dienstags und samstags). Und mit dem Backwagen fährt die Bäckerei noch heute regelmäßig zu den Stammkunden im Umland vor die Haustür. Aus Leidenschaft und Tradition eben.

Dokument mit der Gründungsgeschichte der Bäckerei Christiani aus dem Jahr 1807.